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66 — Wissen

Schimmelwarner für Vermieter: Was ein System in vermieteten Wohnungen können muss

Ein Schimmelwarner in der eigenen Wohnung piept, und man lüftet. In einer vermieteten Wohnung muss die Warnung jemanden erreichen, der nicht dort wohnt, und sie muss Monate später noch nachvollziehbar sein.

Fachlich geprüft, Stand 7. Oktober 2026. Gilt für Bestandsobjekte in Wien und Niederösterreich.

Warum die Anforderungen andere sind als in der eigenen Wohnung

Ein Schimmelwarner aus dem Handel ist für Bewohner gebaut: Er zeigt einen Wert oder gibt ein Signal, und die Person im Raum reagiert. Für einen Vermieter oder eine Verwaltung gilt eine andere Ausgangslage. Sie sind nicht vor Ort, haben keinen Zugriff auf das Heimnetz der Mieter und brauchen eine Information, die sich auch Wochen später noch einordnen lässt.

Dazu kommt das Verhältnis zu den Bewohnern. Ein Gerät, das mehr erfasst als nötig, oder eine Messung ohne vorherige Information belastet das Mietverhältnis, bevor überhaupt ein Wert vorliegt.

Die Anforderungen im Überblick

Die folgende Liste beschreibt, was ein System in einer vermieteten Wohnung leisten sollte. Sie eignet sich auch als Prüfliste für ein Angebot.

AnforderungWarum sie zählt
Messung an der kältesten Stelle, etwa Außenecke oder LaibungSchimmel entsteht an kalten Oberflächen, nicht in der Raummitte
Temperatur, relative Luftfeuchte und TaupunktOhne Temperatur ist ein Feuchtewert kaum zu deuten
Dichtes Messintervall, durchgehend über MonateNur der Verlauf trennt kurze Spitzen von anhaltenden Bedingungen
Alarm erst bei anhaltend kritischen BedingungenSonst löst jedes Duschen eine Meldung aus
Meldung an Vermieter oder Verwaltung, nicht nur ein Signal im RaumWer nicht dort wohnt, muss trotzdem erfahren, dass etwas los ist
Funk ohne das WLAN der MieterKein Zugriff auf das Heimnetz, keine Abhängigkeit vom Router der Bewohner
Nur Raumklima, keine Kamera, kein Mikrofon, keine AnwesenheitserkennungEin Sensor, der mehr erfasst, belastet das Mietverhältnis
Sichtbare Ausfälle und LückenEine Messreihe ist nur so viel wert wie ihre Vollständigkeit
Export und Bericht für DritteSachverständige und andere Beteiligte brauchen lesbare Unterlagen

Wie San-Care diese Anforderungen umsetzt

Die Messpunkte von San-Care erfassen Temperatur auf ±0,3 °C genau, relative Luftfeuchtigkeit und Taupunkt alle 15 Minuten und stufen das Schimmelrisiko je Messpunkt über eine vierstufige Ampel von Grün bis Rot ein. Sie funken über LoRaWAN an eine eigene Basisstation, laufen rund fünf Jahre mit einer Batterie und haben keine Kamera, kein Mikrofon und keine Anwesenheitserkennung.

In der Plattform unter app.san-care.at gelten Alarmregeln mit Mindestdauer, die Meldungen an festgelegte Empfänger schicken. Fällt ein Messpunkt aus, wird das sichtbar; fehlende Werte werden nicht aufgefüllt. Der Monatsreport ordnet die Werte fachlich ein, die Rohdaten lassen sich als CSV exportieren. Auf Wunsch können Bewohner eingeladen werden und sehen dann ausschließlich die eigene Wohnung.

Wie man Mieter einbindet

Ein Messpunkt in einer bewohnten Wohnung setzt die Zustimmung der Bewohner voraus. Sie wird eingeholt, nicht vorausgesetzt. Hilfreich ist eine kurze Information vorab: was gemessen wird, wozu, wer die Daten sieht und wie lange gemessen wird.

Oft entspannt es die Lage, wenn Mieter die eigenen Werte sehen können. Dann wird aus einem Gerät des Vermieters ein gemeinsamer Blick auf dieselben Daten, und Lüftungs- oder Heizhinweise lassen sich an konkreten Verläufen festmachen statt an Vermutungen.

Für wen das Angebot von San-Care gedacht ist

San-Care arbeitet objektbezogen: eine netzbetriebene Basisstation je Objekt, batteriebetriebene Messpunkte in den betroffenen Einheiten, typisch zwei bis vier je Einheit. Das passt vor allem für Vermieter mit mehreren Wohnungen in einem Haus, für Zinshauseigentümer und für Hausverwaltungen.

Der Einstieg ist ein Pilot mit 10 Messpunkte in einem Objekt über 3 Monate zu 990 € einmalig oder 390 €/Monat. Ob sich Monitoring für eine einzelne vermietete Wohnung lohnt, klärt das Erstgespräch offen. San-Care betreut Objekte in Wien und Niederösterreich.

Begriffe in diesem Text

Kurz erklärt.

Taupunkt
Die Temperatur, bei der die Luft ihre Feuchtigkeit nicht mehr halten kann und Wasser sich niederschlägt.
Kritische Oberflächenfeuchte
Der in der Bauphysik übliche Richtwert, ab dem an einer Bauteiloberfläche mit Schimmelwachstum zu rechnen ist: rund 80 Prozent relative Feuchte über einen längeren Zeitraum.
Messintervall
Der zeitliche Abstand zwischen zwei Messungen — bei San-Care 15 Minuten, also rund 96 Werte je Größe und Tag.
Alert
Eine automatische Meldung per E-Mail, sobald an einem Messpunkt über längere Zeit kritische Bedingungen bestehen.
Frühwarnsystem
Eine Messeinrichtung, die kritische Bedingungen meldet, bevor ein Schaden sichtbar wird.
Datenlücke
Ein Zeitraum ohne Messwerte, etwa weil ein Messpunkt ausgefallen ist oder kein Funkkontakt bestand.
Informationspflicht nach DSGVO
Die Pflicht, Menschen beim Erheben ihrer Daten zu sagen, wer die Daten verarbeitet, wozu, wie lange und welche Rechte sie haben.
Hygrometer
Ein Messgerät, das die relative Luftfeuchtigkeit anzeigt, meist zusammen mit der Temperatur.

Vollständiges Glossar

Häufige Fragen

Was dazu gefragt wird.

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Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich