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61 — Wissen

Feuchtesensoren kaufen oder als Service beziehen: Was passt für ein Mehrparteienhaus?

Ein Feuchtesensor ist schnell gekauft. Teuer wird nicht das Gerät, sondern die Frage, wer ihn richtig setzt, wer die Werte liest und wer reagiert, wenn er schweigt.

Fachlich geprüft, Stand 7. Oktober 2026. Gilt für Bestandsobjekte in Wien und Niederösterreich.

Worum es bei der Entscheidung eigentlich geht

Die Frage „kaufen oder mieten“ klingt nach Hardware. Tatsächlich entscheidet sie darüber, wer die Arbeit rund um die Messung übernimmt. Ein Sensor liefert Zahlen. Damit daraus eine Aussage über ein Objekt wird, braucht es einen sinnvollen Messort, eine Funkverbindung, die über Monate hält, eine Auswertung, die kurze Spitzen von anhaltenden Bedingungen trennt, und jemanden, der bei einer Meldung oder einem Ausfall reagiert.

Wer Sensoren kauft, übernimmt all das selbst. Wer Monitoring als Service bezieht, kauft diese Arbeit mit. Welche Variante passt, hängt also weniger vom Gerätepreis ab als davon, wie viele Messpunkte, wie viele Einheiten und wie viele Beteiligte es gibt.

Kauf und Service im direkten Vergleich

Die Tabelle stellt gegenüber, wer bei welcher Variante welche Aufgabe übernimmt. Sie bewertet keine bestimmten Geräte, sondern die Aufgabenverteilung.

AufgabeSensoren selbst kaufenMonitoring als Service
Messort festlegenEigene Entscheidung, oft nach GefühlBegehung und Messkonzept durch den Anbieter
Montage in bewohnten EinheitenEigene Termine mit den BewohnernDurch das Team des Anbieters
DatenübertragungHäufig über WLAN oder Bluetooth in der WohnungEigene Funkstrecke, bei San-Care LoRaWAN ohne Mieter-WLAN
AuswertungEigene Sichtung der KurvenPlattform mit Einstufung, Alarmregeln und Monatsreport
Ausfall eines SensorsFällt oft erst beim Auslesen aufWird in der Plattform sichtbar und gemeldet
Batteriewechsel und TauschEigene AufgabeTeil der Wartung
Unterlage für DritteSelbst zu erstellenMonatsreport als PDF und CSV-Export
Allgemeine Gegenüberstellung. Welche Leistungen ein konkretes Angebot enthält, steht im jeweiligen Angebot.

Wann gekaufte Sensoren genügen

Für eine einzelne Wohnung und eine einfache Frage ist ein gekauftes Hygrometer oder ein Datenlogger oft ausreichend. Wer wissen will, ob das Schlafzimmer über Nacht sehr feucht wird, bekommt die Antwort mit einem einfachen Gerät und etwas Disziplin beim Ablesen.

Auch für einen kurzen Plausibilitätscheck vor einer größeren Entscheidung kann ein eigenes Gerät reichen. Wichtig ist dann, es an die kälteste Stelle zu setzen und nicht in die Raummitte, und die Werte über mehrere Wochen zu notieren statt einmal.

Typische Fälle für ein eigenes Gerät

  • Eine Wohnung, eine Frage, ein überschaubarer Zeitraum
  • Die Person, die misst, wohnt selbst dort und liest regelmäßig ab
  • Es soll keine Unterlage für Dritte entstehen
  • Ein Ausfall des Geräts hätte keine Folgen

Wann Monitoring als Service die bessere Wahl ist

Sobald mehrere Einheiten, mehrere Beteiligte oder eine mögliche Auseinandersetzung im Spiel sind, kippt die Rechnung. Eine Hausverwaltung kann nicht in vielen Wohnungen Geräte auslesen, Batterien wechseln und Kurven vergleichen. Und eine Messreihe, die später ein Sachverständiger lesen soll, braucht durchgehende Zeitstempel und sichtbare Lücken statt nachträglich übertragener Zahlen.

San-Care bietet Feuchtemonitoring deshalb als Service an: Begehung, Messkonzept, Montage durch das eigene Team, batteriebetriebene Messpunkte mit rund fünf Jahren Batterielaufzeit, eine netzbetriebene Basisstation je Objekt, die Plattform unter app.san-care.at, Alarmregeln mit Mindestdauer und ein Monatsreport mit fachlicher Einordnung. Gemessen werden Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit und Taupunkt alle 15 Minuten, dazu eine Einstufung des Schimmelrisikos je Messpunkt.

Was der Service kostet und wie man einsteigt

Laufendes Monitoring besteht bei San-Care aus einem Monatspreis und einem einmaligen Setup. Wer erst prüfen will, ob ein Objekt das überhaupt braucht, beginnt mit dem Pilot: 10 Messpunkte in einem Objekt über 3 Monate, mit Monatsreport und einfachen Alerts, zu 990 € einmalig oder 390 €/Monat.

Danach entscheidet die Verwaltung auf Grundlage echter Messwerte, ob ein laufendes Paket sinnvoll ist. Für ein Erstgespräch genügt eine kurze Beschreibung des Objekts und der Frage, die beantwortet werden soll. San-Care betreut Objekte in Wien und Niederösterreich.

PaketListenpreisSetup
Pilot990 € einmalig oder 390 €/Monat—
Objekt Basic490 €/Monat750–1.500 €
Objekt Pro990 €/Monat1.500–3.500 €
Portfolioab 1.500 €/Monatindividuell
Listenpreise laut Preisübersicht von San-Care, netto zuzüglich USt. Verbindlich ist ausschließlich das Angebot.

Begriffe in diesem Text

Kurz erklärt.

Hygrometer
Ein Messgerät, das die relative Luftfeuchtigkeit anzeigt, meist zusammen mit der Temperatur.
Datenlogger
Ein Messgerät, das Werte über einen Zeitraum im eigenen Speicher aufzeichnet, die erst beim Auslesen vor Ort oder per Kabel sichtbar werden.
Messpunkt
Ein einzelner batteriebetriebener Sensor, der an einer festgelegten Stelle Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Taupunkt erfasst.
Basisstation
Das netzbetriebene Empfangsgerät, das die Funksignale aller Messpunkte eines Objekts einsammelt und weiterleitet.
LoRaWAN
Ein Funkstandard für kleine Datenmengen über große Distanzen bei sehr geringem Stromverbrauch.
Wartung
Die laufende Betreuung der installierten Technik: Batteriewechsel, Austausch ausgefallener Messpunkte und Nachjustierung.
Frühwarnsystem
Eine Messeinrichtung, die kritische Bedingungen meldet, bevor ein Schaden sichtbar wird.

Vollständiges Glossar

Häufige Fragen

Was dazu gefragt wird.

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  • 10 Messpunkte
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Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich