63 — Wissen
Was braucht ein Wohnhaus, um mit Feuchtemonitoring zu starten?
Viele Verwaltungen erwarten hinter dem Wort „Sensorik“ eine Baustelle. Tatsächlich entscheidet sich ein Start meist an organisatorischen Punkten, nicht an technischen.
Was technisch vorhanden sein muss
Technisch ist die Liste kurz. Die Messpunkte sind batteriebetrieben und werden an der Wand geklebt oder geschraubt. Sie funken über LoRaWAN an eine netzbetriebene Basisstation, von der es je Objekt eine gibt. Diese Basisstation braucht eine normale Steckdose, typischerweise im Stiegenhaus, im Technikraum oder im Keller.
Ob die Funkstrecke von allen Messstellen zur Basisstation trägt, hängt im Gebäude vor allem von der Zahl und Art der Wände dazwischen ab. Deshalb wird sie bei der Montage abgenommen und nicht vorausgesetzt.
| Punkt | Nötig | Nicht nötig |
|---|---|---|
| Strom | Eine Steckdose für die Basisstation | Stromanschluss an jedem Messpunkt |
| Netzwerk | Funkstrecke zur Basisstation, bei Montage abgenommen | WLAN oder Internetanschluss der Bewohner |
| Bau | Eine Wandfläche je Messstelle | Kabel, Schlitze oder sonstiger baulicher Eingriff |
| Geräte in der Wohnung | Der Messpunkt selbst | Kamera, Mikrofon, Anwesenheitserkennung — hat der Messpunkt nicht |
Was organisatorisch geklärt sein sollte
Die eigentliche Vorbereitung liegt bei der Verwaltung, und sie ist überschaubar. Am wichtigsten ist die Frage, die das Monitoring beantworten soll, denn aus ihr ergeben sich Messorte, Zeitraum und Empfänger.
Vor dem Start klären
- Welche Frage soll das Monitoring beantworten, und welche Entscheidung hängt daran?
- Welche Einheiten und Bereiche sind betroffen oder auffällig?
- Wer erhält Alerts, und wer entscheidet, ob jemand hinfährt?
- Wer bekommt Zugang zur Plattform und mit welcher Rolle — verwalten, bearbeiten oder nur lesen?
- Wer stimmt die Montagetermine mit den Bewohnern ab?
- Sollen Eigentümer oder Bewohner Einblick erhalten? Bewohner sehen auf Wunsch ausschließlich die eigene Wohnung.
Information und Zustimmung der Bewohner
Gemessen wird in bewohnten Einheiten nur mit Zustimmung der Bewohner. Diese Zustimmung wird eingeholt, nicht vorausgesetzt. Hilfreich ist eine kurze schriftliche Information, die erklärt, was gemessen wird, wozu, wer die Daten sieht und dass der Messpunkt keine Kamera, kein Mikrofon und keine Anwesenheitserkennung hat.
Stimmt ein Bewohner nicht zu, wird in dieser Einheit nicht gemessen. In der Praxis lassen sich die kritischen Bereiche eines Objekts meist trotzdem sinnvoll abdecken, etwa über Nachbareinheiten oder allgemeine Teile; das wird bei der Begehung geklärt.
Welche Unterlagen den Start beschleunigen
Keine dieser Unterlagen ist Pflicht, aber jede spart Zeit bei der Begehung und macht das Messkonzept genauer. Was nicht vorliegt, wird vor Ort aufgenommen.
- Meldungen zu Feuchte und Schimmel der letzten Jahre, mit Einheit und Raum
- Bekannte Wasserschäden, Sanierungen und Fenstertausch, jeweils mit Zeitpunkt
- Grundrisse oder eine Skizze der Geschoße
- Hinweise auf Leerstand oder selten genutzte Einheiten
Wie der Start bei San-Care abläuft
San-Care beginnt mit einem Erstgespräch und einer Begehung vor Ort. Daraus entsteht ein Messkonzept mit Anzahl, Position und Höhe der Messpunkte; typisch sind zwei bis vier Messpunkte je betroffener Einheit. Die Montage übernimmt das eigene Team ohne Subunternehmer, für ein Objekt dauert sie rund einen halben Tag.
Wer erst prüfen will, ob sich Monitoring für ein Objekt lohnt, startet mit dem Pilot zu 990 € einmalig oder 390 €/Monat. San-Care betreut Objekte in Wien und Niederösterreich und bringt rund 30 Jahre Sanierungserfahrung in die Festlegung der Messorte ein.
Begriffe in diesem Text
Kurz erklärt.
- Basisstation
- Das netzbetriebene Empfangsgerät, das die Funksignale aller Messpunkte eines Objekts einsammelt und weiterleitet.
- LoRaWAN
- Ein Funkstandard für kleine Datenmengen über große Distanzen bei sehr geringem Stromverbrauch.
- Funkreichweite
- Die Entfernung, über die ein Messpunkt seine Werte noch zuverlässig an die Basisstation senden kann — bei LoRaWAN über fünf Kilometer im Freifeld.
- Batterielaufzeit
- Die Zeit, die ein Messpunkt ohne Batteriewechsel misst — bei San-Care rund fünf Jahre.
- Begehung
- Der Termin vor Ort, bei dem das Objekt aufgenommen und die kritischen Bereiche bestimmt werden.
- Messkonzept
- Die schriftliche Festlegung, an welchen Stellen, in welcher Höhe und in welcher Anzahl in einem Objekt gemessen wird.
- Informationspflicht nach DSGVO
- Die Pflicht, Menschen beim Erheben ihrer Daten zu sagen, wer die Daten verarbeitet, wozu, wie lange und welche Rechte sie haben.
- Allgemeine Teile
- Die Teile eines Hauses, die allen dienen oder niemandem allein gehören können, etwa Dach, Fassade, Stiegenhaus und Hauptleitungen.
Häufige Fragen
Was dazu gefragt wird.
Pilot-Angebot
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- Plattform, Reports und BewertungZahlen allein helfen niemandem. Wir sagen Ihnen, was sie bedeuten.Ansehen
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