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Glossar — Recht & Verwaltung

Informationspflicht nach DSGVO

Die Pflicht, Menschen beim Erheben ihrer Daten zu sagen, wer die Daten verarbeitet, wozu, wie lange und welche Rechte sie haben.

Erklärt

Was hinter dem Begriff steckt.

Die Informationspflicht nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verlangt, dass betroffene Personen bei der Erhebung ihrer personenbezogenen Daten klar erfahren, wer die Daten verarbeitet, zu welchem Zweck und auf welcher Rechtsgrundlage, wie lange sie gespeichert werden, wer sie erhält und welche Rechte sie haben, etwa auf Auskunft, Berichtigung oder Löschung.

Personenbezogen sind Daten schon dann, wenn sie sich einer bestimmbaren Person zuordnen lassen. Raumklimadaten einer bestimmten Wohnung können das sein, weil sich aus Verläufen unter Umständen Rückschlüsse auf Anwesenheit oder Gewohnheiten ziehen lassen. Die Information muss verständlich, leicht zugänglich und rechtzeitig erfolgen, also grundsätzlich vor oder bei Beginn der Messung.

In der Praxis gehört zu jeder Sensormessung in bewohnten Einheiten ein kurzes, schriftliches Informationsblatt. Ein häufiger Irrtum ist, dass reine Temperatur- und Feuchtewerte nie unter die DSGVO fallen. Das Standardsystem von San-Care misst nur Temperatur, relative Luftfeuchte und Taupunkt, ohne Kamera, Mikrofon oder Anwesenheitserkennung, und die Server stehen in Europa. Keine Rechtsberatung — im Einzelfall fachlich prüfen lassen.

Im Bestandsgebäude

Sie steht in Art. 13 DSGVO. Messwerte, die einer bestimmten Wohnung zugeordnet sind, können sich auf die Bewohner beziehen; deshalb gehört vor jeder Sensormontage in Wohnungen eine verständliche Information dazu, bei San-Care zusätzlich die Zustimmung der Bewohner.

Sind Temperatur- und Feuchtewerte aus einer Wohnung personenbezogene Daten?
Sie können es sein, wenn sich die Werte einer bestimmten Wohnung und damit ihren Bewohnern zuordnen lassen. Dann gelten die Informationspflichten der DSGVO; die Beurteilung erfolgt im Einzelfall. San-Care misst in Wien und Niederösterreich nur Temperatur, Luftfeuchte und Taupunkt, ohne Kamera, Mikrofon oder Anwesenheitserkennung, und informiert Bewohner vor der Montage.

Nächster Schritt

Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.

Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich