62 — Wissen
Wie läuft ein Pilot für Feuchtemonitoring ab?
Ein Pilot soll eine Frage beantworten, nicht eine Technik vorführen. Deshalb ist der Ablauf so gebaut, dass am Ende eine Entscheidung möglich ist: weitermessen, anders messen oder aufhören.
Wofür ein Pilot gedacht ist
Ein Pilot prüft im eigenen Objekt, ob Monitoring dort etwas Brauchbares zeigt. Das ist ehrlicher als jede Produktbeschreibung: Entweder treten an den gemessenen Stellen kritische Bedingungen auf, oder sie tun es nicht. Beides ist ein Ergebnis.
Der Pilot von San-Care umfasst 10 Messpunkte in einem Objekt über 3 Monate, mit Monatsreport und einfachen Alerts. Er kostet laut Preisübersicht 990 € einmalig oder 390 €/Monat. Er läuft ohne weitere Bindung; ob danach ein laufendes Paket folgt, entscheidet die Verwaltung anhand der Werte.
Der Ablauf in sechs Schritten
Die Reihenfolge ist bei jedem Pilot gleich. Unterschiedlich ist nur, wie viel Vorarbeit schon in den Akten der Verwaltung steckt.
| Schritt | Was passiert | Wer ist gefragt |
|---|---|---|
| 1. Erstgespräch | Objekt, Vorgeschichte und die Frage, die der Pilot beantworten soll | Hausverwaltung oder Eigentümer, San-Care |
| 2. Begehung | Aufnahme der kritischen Bereiche vor Ort: Außenecken, Laibungen, betroffene Einheiten, Keller | San-Care, Zugang über die Verwaltung |
| 3. Messkonzept | Festlegung der Messstellen (10 Messpunkte), einschließlich eines Vergleichspunkts | San-Care, Abstimmung mit der Verwaltung |
| 4. Bewohnerinformation | Information der betroffenen Bewohner und Einholen der Zustimmung | Hausverwaltung, abgestimmt mit San-Care |
| 5. Montage | Messpunkte kleben oder schrauben, Basisstation an die Steckdose, Funkabnahme; für ein Objekt rund ein halber Tag | Team von San-Care |
| 6. Messphase | 3 Monate Messung alle 15 Minuten, Alerts an festgelegte Empfänger, Monatsreport | Plattform, Verwaltung als Empfänger |
Was die Hausverwaltung vorbereiten sollte
Je klarer die Ausgangsfrage, desto aussagekräftiger der Pilot. „Wir wollen sehen, ob die Nordwohnungen im Winter kritisch werden“ ist eine gute Frage. „Wir wollen einmal schauen“ führt zu Messpunkten, die niemand auswertet.
Hilfreich für Erstgespräch und Begehung
- Liste der Feuchte- und Schimmelmeldungen der letzten Jahre mit Einheit und Raum
- Bekannte Wasserschäden und Sanierungen samt Zeitpunkt
- Pläne oder eine Skizze der Geschoße, falls vorhanden
- Eine Steckdose im Stiegenhaus oder Technikraum für die Basisstation
- Die Personen, die Alerts und Monatsreport erhalten sollen
- Ansprechpartner für die Terminabstimmung mit den Bewohnern
Wann ein Pilot am meisten zeigt
Für Schimmel an Außenwänden, Ecken und Fensterlaibungen gehört der Pilot in die Heizperiode. Dann sind die Oberflächen am kältesten, und kritische Bedingungen werden sichtbar. Ein Pilot über einen milden Herbst oder den Sommer zeigt an diesen Stellen oft ein unauffälliges Bild, das wenig aussagt.
Geht es um einen feuchten Keller, ist es umgekehrt: Dort entstehen die kritischen Phasen häufig im Sommer, wenn warme Außenluft an kalten Kellerwänden abkühlt. Der richtige Zeitraum folgt also aus der Frage, und das wird im Erstgespräch festgelegt.
Was am Ende des Pilots auf dem Tisch liegt
Am Ende des Pilots gibt es eine durchgehende Messreihe je Messpunkt, die Einstufung des Schimmelrisikos über eine vierstufige Ampel von Grün über Gelb und Orange bis Rot, die Vorfälle mit ihrem Verlauf und die Monatsreports mit fachlicher Einordnung. Die Rohdaten lassen sich als CSV exportieren, etwa für einen Sachverständigen.
Daraus folgt eine von drei Entscheidungen: laufendes Monitoring, zum Beispiel mit Objekt Basic ab 490 €/Monat zuzüglich Setup; eine andere Messung, wenn sich zeigt, dass die eigentliche Frage im Bauteil liegt; oder das Ende der Messung, weil das Objekt unauffällig ist. Alle drei sind ein brauchbares Ergebnis.
Schritt für Schritt
Einen Pilot für Feuchtemonitoring in einem Wohnhaus durchführen
Die Schritte vom Erstgespräch bis zur Entscheidung nach 3 Monate, wie San-Care sie mit Hausverwaltungen in Wien und Niederösterreich durchführt.
Frage festlegen
Im Erstgespräch klären, welche Entscheidung am Ende vom Pilot abhängen soll.
Objekt begehen
Kritische Bereiche vor Ort aufnehmen: Außenecken, Laibungen, betroffene Einheiten.
Messkonzept abstimmen
Die Messstellen (10 Messpunkte) einschließlich eines Vergleichspunkts festlegen.
Bewohner informieren
Betroffene Bewohner informieren und ihre Zustimmung einholen.
Messpunkte montieren
Messpunkte setzen, Basisstation anschließen und die Funkstrecke abnehmen.
3 Monate messen und entscheiden
Alerts und Monatsreports verfolgen und danach über laufendes Monitoring, eine andere Messung oder das Ende entscheiden.
- Liste der bisherigen Feuchte- und Schimmelmeldungen
- Eine Steckdose im Stiegenhaus oder Technikraum
- Zustimmung der Bewohner der gemessenen Einheiten
Begriffe in diesem Text
Kurz erklärt.
- Begehung
- Der Termin vor Ort, bei dem das Objekt aufgenommen und die kritischen Bereiche bestimmt werden.
- Messkonzept
- Die schriftliche Festlegung, an welchen Stellen, in welcher Höhe und in welcher Anzahl in einem Objekt gemessen wird.
- Messpunkt
- Ein einzelner batteriebetriebener Sensor, der an einer festgelegten Stelle Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Taupunkt erfasst.
- Vergleichsmesspunkt
- Ein Messpunkt an einer unauffälligen Stelle, dessen Werte zeigen, was in diesem Gebäude normal ist.
- Basisstation
- Das netzbetriebene Empfangsgerät, das die Funksignale aller Messpunkte eines Objekts einsammelt und weiterleitet.
- Messintervall
- Der zeitliche Abstand zwischen zwei Messungen — bei San-Care 15 Minuten, also rund 96 Werte je Größe und Tag.
- Alert
- Eine automatische Meldung per E-Mail, sobald an einem Messpunkt über längere Zeit kritische Bedingungen bestehen.
- Einstufung
- Die vierstufige Bewertung je Messpunkt — unauffällig, beobachten, kritisch, Handlungsbedarf —, die den Feuchtezustand an dieser Stelle zusammenfasst.
Häufige Fragen
Was dazu gefragt wird.
Pilot-Angebot
Der kleinste Einstieg für Ihr Objekt.
Der Pilot ist absichtlich klein: ein Objekt, 10 Messpunkte, 3 Monate. Danach entscheiden Sie mit Daten über den weiteren Einsatz.
990 € einmalig, oder 390 €/Monat
- 10 Messpunkte
- 1 Objekt
- 3 Monate Laufzeit
- Monatsreport
- Einfache Alerts
Passende Leistungen
- Feuchte- und SchimmelmonitoringFeuchte, Temperatur und Taupunkt — alle 15 Minuten, über Monate, zeitgestempelt.Ansehen
- Messkonzept, Montage und WartungWo gemessen wird, entscheidet, ob die Daten später etwas wert sind.Ansehen
- Plattform, Reports und BewertungZahlen allein helfen niemandem. Wir sagen Ihnen, was sie bedeuten.Ansehen
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Nächster Schritt
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Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.
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- Wien & Niederösterreich