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67 — Wissen

Feuchtemonitoring im gemeinnützigen Wohnbau: wofür es sich eignet

Große Bestände, viele Bewohner, knapp kalkulierte Budgets: Im gemeinnützigen Wohnbau muss jede Messung eine Frage beantworten, die sonst Geld und Vertrauen kostet.

Fachlich geprüft, Stand 7. Oktober 2026. Gilt für Bestandsobjekte in Wien und Niederösterreich.

Die Ausgangslage im gemeinnützigen Bestand

Gemeinnützige Bauvereinigungen verwalten oft viele Anlagen aus unterschiedlichen Baujahren, vom Nachkriegsbau bis zum thermisch sanierten Bestand. Feuchte- und Schimmelmeldungen können sich dabei auf bestimmte Anlagen, Stiegen oder Wohnungstypen konzentrieren.

Für die Hausverwaltung heißt das: Die Frage ist nicht, ob Monitoring überall nötig ist, sondern wo es eine Entscheidung erleichtert. Typisch sind Anlagen mit wiederkehrenden Meldungen, Häuser nach einem Fenstertausch oder einer thermischen Sanierung und Wohnungen, in denen über die Ursache gestritten wird.

Wo Monitoring im Wohnbau hilft

Die folgenden Einsatzfelder sind typisch. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie lange gemessen wird und wer die Ergebnisse braucht.

EinsatzfeldFrageWer die Daten braucht
Wiederkehrende SchimmelmeldungenBauteil oder Nutzung — wo und wann wird es kritisch?Hausverwaltung, Bewohner, fachliche Prüfung
Nach Fenstertausch oder thermischer SanierungVerhält sich das Objekt über den Winter wie erwartet?Technik, Bauabteilung
SanierungsplanungWelche Anlagen und Bauteile zuerst?Instandhaltungsplanung, Geschäftsführung
Leerstand zwischen zwei VermietungenBleibt die Wohnung ohne Nutzung unkritisch?Hausverwaltung
Strittiger EinzelfallWas lässt sich sachlich eingrenzen?Hausverwaltung, Sachverständige

Transparenz gegenüber Bewohnern und Bewohnervertretung

Im gemeinnützigen Wohnbau ist das Verhältnis zu den Bewohnern oft langfristig, und vorhandene Bewohnervertretungen achten auf jede neue Technik im Haus. Deshalb lohnt es sich, vorab offen zu informieren: was gemessen wird, wozu, wer die Daten sieht und wie lange.

Die Messpunkte von San-Care erfassen ausschließlich Temperatur, Luftfeuchte und den daraus berechneten Taupunkt. Sie haben keine Kamera, kein Mikrofon und keine Anwesenheitserkennung und nutzen nicht das WLAN der Bewohner. Gemessen wird in Wohnungen nur mit Zustimmung. Auf Wunsch sehen Bewohner in der Plattform ausschließlich die eigene Wohnung.

Kosten und interne Beschaffung

Für den Einstieg gibt es den Pilot zu 990 € einmalig oder 390 €/Monat, 10 Messpunkte in einer Anlage über 3 Monate. Für mehrere Anlagen ist das Paket Portfolio gedacht, ab 1.500 €/Monat, mit Mandantenstruktur und Management-Reports.

Bauvereinigungen haben in der Regel eigene Regeln für Beschaffung und Freigabe. Ein klar abgegrenzter Pilot mit Leistungsbeschreibung, Messkonzept und festem Zeitraum lässt sich in solche Abläufe meist einfacher einbringen als ein unbestimmtes Projekt. Ob Kosten auf Bewohner umgelegt werden können, ist eine rechtliche Frage, die San-Care nicht beantwortet.

Wie ein Einstieg aussieht

Sinnvoll ist ein Start in einer Anlage mit echter Frage, etwa wiederkehrenden Meldungen in einer Stiege. Dort entstehen die Standards für Alarmregeln, Empfänger und Bewohnerinformation, die später in weiteren Anlagen übernommen werden.

San-Care übernimmt Begehung, Messkonzept, Montage mit eigenem Team und Wartung und bringt rund 30 Jahre Sanierungserfahrung in die Festlegung der Messorte ein. Das Gebiet umfasst Wien und Niederösterreich. Ein Erstgespräch klärt, welche Anlage sich für den Start eignet.

Begriffe in diesem Text

Kurz erklärt.

Bestandsgebäude
Ein bereits errichtetes und genutztes Gebäude, im Unterschied zum Neubau — meist ohne durchgehende Dokumentation seines tatsächlichen Zustands.
Hausverwaltung
Das Unternehmen oder die Person, die ein Haus im Auftrag der Eigentümer verwaltet, von der Abrechnung bis zur Beauftragung von Reparaturen.
Messreihe
Eine lückenlose Folge von Messwerten über einen längeren Zeitraum — im Unterschied zur einmaligen Momentaufnahme.
Frühwarnsystem
Eine Messeinrichtung, die kritische Bedingungen meldet, bevor ein Schaden sichtbar wird.
Informationspflicht nach DSGVO
Die Pflicht, Menschen beim Erheben ihrer Daten zu sagen, wer die Daten verarbeitet, wozu, wie lange und welche Rechte sie haben.
Betriebskosten
Laufende Kosten für den Betrieb eines Hauses, die der Vermieter unter bestimmten Voraussetzungen auf die Mieter aufteilen darf.
Wärmebrücke
Eine Stelle im Bauteil, an der Wärme schneller nach außen abfließt als daneben — die Oberfläche bleibt dort kälter.

Vollständiges Glossar

Häufige Fragen

Was dazu gefragt wird.

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Der Pilot ist absichtlich klein: ein Objekt, 10 Messpunkte, 3 Monate. Danach entscheiden Sie mit Daten über den weiteren Einsatz.

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Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich