Zum Inhalt springen

Glossar — Praxis

Stoßlüften

Kurzes Lüften mit ganz geöffnetem Fenster, bei dem die Raumluft schnell ausgetauscht wird, ohne dass die Wände stark auskühlen.

Erklärt

Was hinter dem Begriff steckt.

Stoßlüften heißt, ein oder mehrere Fenster für kurze Zeit ganz zu öffnen, sodass die feuchte, verbrauchte Raumluft rasch gegen frische Außenluft ausgetauscht wird. Weil der Austausch schnell geschieht, kühlen Wände, Möbel und Fußboden dabei kaum aus. Die in ihnen gespeicherte Wärme erwärmt die neue Luft danach rasch wieder.

Ob Stoßlüften wirkt, zeigt die absolute Luftfeuchtigkeit: Sinkt sie nach dem Lüften deutlich, wurde tatsächlich Wasser hinausgebracht. Die relative Feuchte ändert sich dagegen schon dadurch, dass sich die frische Luft wieder erwärmt, und ist deshalb allein kein gutes Maß für den Lüftungserfolg. Im Winter genügen meist wenige Minuten, in der Übergangszeit dauert es länger, weil der Temperaturunterschied kleiner ist.

In Wohnungen mit neuen, dichten Fenstern ist Stoßlüften mehrmals täglich oft der wichtigste Beitrag der Bewohner gegen Feuchteschäden, besonders nach Duschen, Kochen und am Morgen. Ein verbreiteter Irrtum ist, dass Lüften bei Regen sinnlos sei: Kalte Außenluft enthält auch bei Regen meist weniger Wasser als die warme Raumluft und trocknet den Raum daher trotzdem.

Im Bestandsgebäude

Im Winter reichen dafür meist wenige Minuten. Stoßlüften ist wirksamer als ein dauerhaft gekipptes Fenster, weil viel Luft ausgetauscht wird und die Wände ihre Wärme behalten.

Wie lange sollte man im Winter stoßlüften?
Im Winter reichen für Stoßlüften meist wenige Minuten mit ganz geöffnetem Fenster, weil kalte Außenluft schnell ausgetauscht wird und wenig Wasser enthält. Wirksam ist es mehrmals täglich, besonders nach Kochen und Duschen. Ob es genügt, zeigt der Verlauf der absoluten Feuchte. San-Care macht diesen Verlauf mit Messpunkten in Wohnungen in Wien und Niederösterreich sichtbar.

Nächster Schritt

Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.

Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich