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Glossar — Praxis

Luftwechsel

Der Austausch der verbrauchten, feuchten Raumluft gegen frische Außenluft.

Erklärt

Was hinter dem Begriff steckt.

Luftwechsel bezeichnet den Austausch der Raumluft gegen Außenluft. Er wird oft als Luftwechselrate angegeben, also wie oft das Raumvolumen pro Stunde rechnerisch ausgetauscht wird. Der Luftwechsel entsteht über geöffnete Fenster, über undichte Fugen und Anschlüsse oder über eine mechanische Lüftungsanlage. Er führt Feuchte, Gerüche und verbrauchte Luft ab.

Den tatsächlichen Luftwechsel einer Wohnung misst man genau nur mit speziellen Verfahren, etwa mit Tracergas; eine Luftdichtheitsprüfung zeigt dagegen, wie dicht die Gebäudehülle ist. Im Alltag lässt er sich indirekt am Verlauf der absoluten Luftfeuchtigkeit ablesen: Bleibt sie über Tage hoch, obwohl der Feuchteeintrag gleich ist, reicht der Austausch nicht aus.

Praktisch zählt der Luftwechsel im österreichischen Altbau vor allem nach einem Fenstertausch oder einer Sanierung der Gebäudehülle. Alte Kastenfenster ließen laufend Luft durch, neue dichte Fenster nicht mehr — die Bewohner müssen dann bewusst lüften, oft ohne dass ihnen das jemand gesagt hat. Ein häufiger Irrtum ist, dass ein Haus „atmen“ müsse und dafür undichte Stellen brauche; Feuchte wird über Luftwechsel abgeführt, nicht durch das Mauerwerk.

Im Bestandsgebäude

Nach einem Fenstertausch fällt der unkontrollierte Luftwechsel durch undichte Fugen weg. Die Feuchte bleibt dann länger im Raum, wenn nicht bewusst öfter gelüftet wird.

Warum reicht der Luftwechsel nach dem Fenstertausch nicht mehr?
Alte Fenster ließen über undichte Fugen ständig etwas Luft durch und führten so Feuchte ab. Neue, dichte Fenster unterbinden diesen Austausch, während Kochen, Duschen und Atmen weiter Feuchte erzeugen. Ohne bewusstes Lüften steigt die Feuchte. San-Care dokumentiert solche Veränderungen mit Messpunkten in Wohnhäusern in Wien und Niederösterreich.

Nächster Schritt

Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.

Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich