Glossar — Recht & Verwaltung
Mietrechtsgesetz (MRG)
Das österreichische Gesetz, das für viele Mietwohnungen Mietzins, Erhaltung und Rechte und Pflichten von Mieter und Vermieter regelt.
Erklärt
Was hinter dem Begriff steckt.
Das Mietrechtsgesetz (MRG) ist das zentrale Gesetz für Wohnungsmieten in Österreich. Es regelt unter anderem, wie hoch der Mietzins sein darf, wer das Haus und die Wohnung erhalten muss, welche Betriebskosten umgelegt werden dürfen und wann ein Mietvertrag gekündigt werden kann. Es gilt aber nicht für jede Mietwohnung gleich: Man unterscheidet den Vollanwendungsbereich, den Teilanwendungsbereich und Mietverhältnisse, die ganz ausgenommen sind.
In welchen Bereich eine Wohnung fällt, hängt vor allem von Baujahr beziehungsweise Baubewilligung, Förderung, Objektart und Zahl der Wohnungen im Haus ab. Vereinfacht gesagt liegen viele Altbauwohnungen in Mehrparteienhäusern im Vollanwendungsbereich. Nur teilweise gilt das MRG nach § 1 Abs 4 MRG etwa für Wohnungen in Gebäuden, die ohne öffentliche Mittel auf Grund einer nach dem 30. Juni 1953 erteilten Baubewilligung errichtet wurden, und für vermietete Eigentumswohnungen in Gebäuden mit Baubewilligung nach dem 8. Mai 1945. Ganz ausgenommen sind nach § 1 Abs 2 Z 5 MRG unter anderem Gebäude mit nicht mehr als zwei selbständigen Wohnungen oder Geschäftsräumlichkeiten. Es gibt weitere Ausnahmen; die genaue Zuordnung ist Sache einer rechtlichen Prüfung.
Für Feuchte- und Schimmelfälle zählt die Einordnung, weil davon abhängt, ob die Erhaltungsregeln des MRG greifen oder die allgemeinen Regeln des ABGB. Ein häufiger Irrtum ist, dass „Mietwohnung“ automatisch „MRG“ bedeutet. Unabhängig davon bleibt die Sachfrage dieselbe: Woher kommt die Feuchte? Keine Rechtsberatung — im Einzelfall fachlich prüfen lassen.
Das MRG gilt je nach Baujahr, Objektart und Finanzierung voll, teilweise oder gar nicht. Bei Feuchteschäden ist diese Einordnung der erste Schritt, weil § 3 MRG nur im Vollanwendungsbereich gilt und sonst vor allem § 1096 ABGB die Erhaltung regelt.
- Woran erkenne ich, ob meine Wohnung unter das MRG fällt?
- Ob das Mietrechtsgesetz voll, teilweise oder gar nicht gilt, hängt vor allem vom Datum der Baubewilligung, von öffentlicher Förderung, Wohnungseigentum und der Zahl der Wohnungen im Haus ab; die verbindliche Einordnung ist eine Rechtsfrage. Unabhängig davon braucht ein Feuchteschaden eine sachlich eingegrenzte Ursache. San-Care liefert dafür in Wien und Niederösterreich Messdaten zu Temperatur, Luftfeuchte und Taupunkt.
Verwandte Begriffe
Texte, in denen der Begriff vorkommt
- Schimmel meldenSchimmel in der Mietwohnung: Wie melde ich das richtig bei der Hausverwaltung?
- Erhaltungspflicht bei FeuchteWer muss in Österreich einen Feuchteschaden in der Mietwohnung beheben?
- Wohnungsübergabe & FeuchteWie dokumentiert man Feuchte und Schimmel bei der Wohnungsübergabe im Übergabeprotokoll?
Nächster Schritt
Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.
Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.
- rasch und persönlich
- keine Kamera, kein Mikrofon
- Zustimmung vorausgesetzt
- Wien & Niederösterreich