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Glossar — Schaden & Sanierung

Materialfeuchte

Die Menge Wasser, die in einem Baustoff selbst steckt, etwa in Mauerwerk, Putz oder Estrich, im Unterschied zur Feuchtigkeit der Raumluft.

Erklärt

Was hinter dem Begriff steckt.

Materialfeuchte ist der Wassergehalt eines Baustoffs, also wie viel Wasser in Ziegel, Beton, Putz, Holz oder Estrich selbst gebunden ist. Sie wird je nach Verfahren als Masseprozent, als Messwert eines Geräts oder als Gleichgewichtsfeuchte in einem Bohrloch angegeben. Sie ist eine andere Größe als die Luftfeuchtigkeit im Raum, auch wenn beide zusammenhängen.

Gemessen wird Materialfeuchte auf unterschiedlichen Wegen: Genau, aber zerstörend ist die Darr-Methode, bei der eine Probe gewogen, getrocknet und erneut gewogen wird. Auf der Baustelle verbreitet ist die CM-Methode für Estriche. Elektrische Oberflächenmessgeräte liefern schnelle Vergleichswerte, sind aber stark vom Baustoff abhängig und eher als Orientierung zu verstehen.

Im österreichischen Bestand ist Materialfeuchte die entscheidende Größe bei aufsteigender Feuchte, nach Wasserschäden und bei der Frage, ob eine Trocknung abgeschlossen ist. Ein typischer Irrtum ist, von trockener Raumluft auf ein trockenes Bauteil zu schließen. Umgekehrt kann eine Wandoberfläche feucht wirken, weil Salze Feuchte aus der Luft ziehen, obwohl das Mauerwerk dahinter trockener ist. San-Care misst im Standardsystem Raumklima an der Oberfläche; Materialfeuchte-Sonden sind nur als angepasste Messaufgabe auf Anfrage möglich.

Im Bestandsgebäude

Materialfeuchte wird anders gemessen als Raumklima: durch Probenentnahme, mit Messgeräten an der Oberfläche oder mit Sonden im Bauteil. Nach einem Wasserschaden oder bei aufsteigender Feuchte ist sie oft die entscheidende Größe, die ein Raumklima-Messpunkt nicht erfasst.

Wie misst man die Feuchtigkeit im Mauerwerk?
Die Feuchtigkeit im Mauerwerk misst man über Materialproben, die im Labor gewogen und getrocknet werden, über elektrische Messgeräte an der Oberfläche als Orientierung oder über Sonden im Bauteil für längere Beobachtung. Ein Raumklima-Sensor erfasst sie nicht. San-Care prüft in Wien und Niederösterreich auf Anfrage, ob eine Materialfeuchte-Messung als angepasste Messaufgabe machbar ist.

Nächster Schritt

Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.

Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich