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Glossar — Bauphysik

Relative Luftfeuchtigkeit

Der Anteil an Wasserdampf in der Luft, angegeben in Prozent dessen, was die Luft bei dieser Temperatur maximal aufnehmen kann.

Erklärt

Was hinter dem Begriff steckt.

Die relative Luftfeuchtigkeit gibt an, wie viel Prozent der bei der aktuellen Temperatur maximal möglichen Wasserdampfmenge tatsächlich in der Luft enthalten ist. 100 Prozent bedeuten Sättigung: Mehr Wasser kann die Luft bei dieser Temperatur nicht halten, der Überschuss schlägt sich nieder. Weil warme Luft deutlich mehr Wasserdampf aufnehmen kann als kalte, ist der Wert immer nur zusammen mit der Temperatur aussagekräftig.

Gemessen wird sie mit einem Hygrometer oder einem elektronischen Feuchtesensor. Entscheidend ist, wo gemessen wird: In der Raummitte und an einer kalten Außenwand herrscht dieselbe Luft, aber nicht dieselbe relative Feuchte. Kühlt Luft mit 20 °C und 50 Prozent an einer Wandstelle auf 10 °C ab, steigt die relative Feuchte dort auf rund 95 Prozent.

Für Bestandsgebäude ist genau dieser Effekt der Kern vieler Schimmelfälle. Das Hygrometer im Wohnzimmer zeigt unauffällige Werte, während an der Außenecke hinter dem Schrank über Wochen sehr hohe Oberflächenfeuchte herrscht.

Der typische Irrtum lautet, ein fester Prozentwert sei für jede Wohnung richtig oder falsch. Wie viel relative Feuchte eine Wohnung verträgt, hängt vor allem davon ab, wie kalt ihre kältesten Oberflächen sind.

Mit eigenen Werten ausrechnen: Taupunktrechner

Im Bestandsgebäude

Weil der Wert auf die Temperatur bezogen ist, ändert er sich, sobald sich die Luft abkühlt — auch wenn kein Gramm Wasser dazugekommen ist. Genau deshalb steigt die Feuchte an kalten Wandstellen, ohne dass jemand mehr gelüftet oder geduscht hätte.

Was bedeutet relative Luftfeuchtigkeit in Prozent?
Relative Luftfeuchtigkeit gibt an, wie viel Prozent des bei dieser Temperatur maximal möglichen Wasserdampfs in der Luft enthalten sind. Kühlt dieselbe Luft ab, steigt der Prozentwert, ohne dass Wasser dazukommt. Deshalb ist die Feuchte an kalten Wandstellen höher als in der Raummitte. San-Care misst in Wien und Niederösterreich direkt an diesen Stellen.

Nächster Schritt

Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.

Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich