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Glossar — Technik

Kapazitiver Feuchtesensor

Ein Sensor, dessen dünne Kunststoffschicht Wasserdampf aus der Luft aufnimmt und dadurch ihre elektrische Eigenschaft so verändert, dass sich daraus die relative Luftfeuchtigkeit ablesen lässt.

Erklärt

Was hinter dem Begriff steckt.

Ein kapazitiver Feuchtesensor ist ein kleiner elektronischer Baustein, in dem eine dünne Polymerschicht zwischen zwei Elektroden liegt. Die Schicht nimmt je nach Luftfeuchtigkeit mehr oder weniger Wasserdampf auf, dadurch ändert sich die elektrische Kapazität des Bausteins. Die Elektronik rechnet diese Änderung zusammen mit der gleichzeitig gemessenen Temperatur in relative Luftfeuchtigkeit um.

Erkennen lässt sich das Prinzip im Datenblatt: Dort stehen Messbereich, Genauigkeit und meist auch Hinweise auf Betauung und chemische Belastung. Weil der Sensor nur die Luft an seiner Position misst, ist die Montagestelle genauso wichtig wie der Baustein selbst. Ein Sensor an der kalten Außenecke zeigt andere Werte als einer in der Raummitte, obwohl beide richtig messen.

Im österreichischen Altbau mit dicken Außenwänden und kalten Ecken liegen die kritischen Stellen oft nur wenige Zentimeter von unkritischen entfernt. Ein typischer Irrtum ist, dass ein kapazitiver Sensor die Nässe in der Wand erfasst. Er misst ausschließlich die Luft. Bildet sich direkt am Sensor Kondensat, zeigt er vorübergehend Werte nahe der Sättigung und braucht nach dem Abtrocknen etwas Zeit, bis er wieder verlässlich misst.

Die Messpunkte von San-Care erfassen das Raumklima: Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit und daraus den Taupunkt alle 15 Minuten, nicht jedoch die Materialfeuchte im Bauteil.

Im Bestandsgebäude

Die meisten elektronischen Feuchtesensoren für Innenräume arbeiten nach diesem Prinzip. Sie messen die Luft an ihrer Position, nicht die Feuchtigkeit im Mauerwerk. Deshalb entscheidet die Position des Sensors mit darüber, was die Werte aussagen.

Was misst ein kapazitiver Feuchtesensor und was nicht?
Ein kapazitiver Feuchtesensor misst die relative Luftfeuchtigkeit der Luft direkt an seiner Position, meist zusammen mit der Temperatur. Die Feuchtigkeit im Mauerwerk, im Putz oder im Estrich erfasst er nicht. Aussagekräftig wird er erst an der richtigen Stelle und mit aufgezeichnetem Verlauf. San-Care setzt Messpunkte für Temperatur und Luftfeuchte an kritischen Stellen in Bestandsgebäuden in Wien und Niederösterreich.

Nächster Schritt

Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.

Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich