Glossar — Recht & Verwaltung
Datensparsamkeit
Der Grundsatz, nur die Daten zu erheben, die für einen Zweck tatsächlich nötig sind — bei Feuchtemonitoring also Raumklima-Messwerte und nichts darüber hinaus.
Erklärt
Was hinter dem Begriff steckt.
Datensparsamkeit, in der Datenschutz-Grundverordnung als Datenminimierung bezeichnet, bedeutet, dass personenbezogene Daten nur in dem Umfang verarbeitet werden, der für den Zweck erforderlich ist. Für ein Feuchtemonitoring heißt das: Erfasst wird, was für die Beurteilung von Feuchte und Schimmelrisiko nötig ist, also Temperatur und Luftfeuchtigkeit an festgelegten Stellen.
Auch Raumklima-Daten können Rückschlüsse auf Menschen zulassen, etwa wann geduscht oder gelüftet wird. Datensparsamkeit zeigt sich deshalb nicht nur in der Auswahl der Sensoren, sondern auch darin, wer welche Daten sehen darf und wofür sie verwendet werden. Rollen und Zugriffsrechte, eine transparente Information der Bewohner und ihre Zustimmung gehören dazu.
Für Verwaltungen ist das praktisch relevant: Ein System mit Kamera, Mikrofon oder Bewegungsmelder wirft in einer Mietwohnung ganz andere Fragen auf als ein reiner Klimasensor. Keine Rechtsberatung: Ob und wie Informations- und Zustimmungspflichten im Einzelfall zu erfüllen sind, ist fachkundig zu prüfen.
Die Messpunkte von San-Care erfassen Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit, daraus werden Taupunkt und Schimmelrisiko-Index berechnet. Sie haben keine Kamera, kein Mikrofon und keine Anwesenheitserkennung, und sie werden in Wien und Niederösterreich nur mit Zustimmung der Bewohner montiert. Bewohner können auf Wunsch einen Zugang bekommen, der ausschließlich die eigene Wohnung zeigt.
In bewohnten Wohnungen ist Datensparsamkeit die Voraussetzung für Akzeptanz. Bewohner stimmen einem Sensor leichter zu, wenn klar ist, dass er weder Bild noch Ton aufnimmt und nicht erkennt, ob jemand zu Hause ist.
- Sind Feuchtesensoren in Mietwohnungen datenschutzkonform?
- Ob Feuchtesensoren in Mietwohnungen datenschutzrechtlich zulässig eingesetzt werden, hängt davon ab, welche Daten sie erfassen, wer sie sieht und wie Bewohner informiert werden; keine Rechtsberatung. Reine Raumklima-Sensoren ohne Kamera und Mikrofon erfassen nur das Nötige. San-Care montiert in Wien und Niederösterreich nur mit Zustimmung der Bewohner und ohne Kamera, Mikrofon oder Anwesenheitserkennung.
- Kann ein Feuchtesensor erkennen, ob jemand zu Hause ist?
- Ein reiner Feuchte- und Temperatursensor hat keine Anwesenheitserkennung, aus seinen Werten lassen sich höchstens Nutzungsmuster wie Duschen oder Lüften ablesen. Deshalb zählen auch Zugriffsrechte und Zweckbindung. Die Messpunkte von San-Care in Wien und Niederösterreich haben keine Kamera, kein Mikrofon und keine Anwesenheitserkennung.
- Müssen Bewohner einem Feuchtesensor zustimmen?
- Ob eine Zustimmung rechtlich erforderlich ist, hängt vom Einzelfall ab und ist fachkundig zu prüfen; keine Rechtsberatung. Praktisch ist die Zustimmung der Bewohner die Grundlage für einen reibungslosen Betrieb. San-Care montiert Messpunkte in Wien und Niederösterreich nur mit Zustimmung der Bewohner.
Verwandte Begriffe
Nächster Schritt
Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.
Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.
- rasch und persönlich
- keine Kamera, kein Mikrofon
- Zustimmung vorausgesetzt
- Wien & Niederösterreich