Glossar — Schaden & Sanierung
Bauschädliche Salze
Salze, die mit dem Wasser ins Mauerwerk gelangen, beim Verdunsten auskristallisieren und dabei Putz und Stein zerstören.
Erklärt
Was hinter dem Begriff steckt.
Bauschädliche Salze sind wasserlösliche Salze wie Sulfate, Nitrate und Chloride, die mit Wasser in das Mauerwerk gelangen und sich dort anreichern. Verdunstet das Wasser, kristallisieren sie in den Poren aus. Die Kristalle brauchen mehr Platz als die gelöste Form und sprengen dabei Putz, Fugen und Steinoberflächen.
Viele dieser Salze sind hygroskopisch: Sie ziehen Wasserdampf aus der Raumluft an und halten die Wand dadurch feucht, auch wenn kein Wasser mehr aus dem Boden nachkommt. Nachgewiesen werden sie durch Bohrmehlproben aus verschiedenen Höhen und Tiefen, die im Labor auf Art und Menge der Salze untersucht werden.
Im österreichischen Altbau stammen die Salze häufig aus dem Erdreich, aus früher genutzten Stallungen oder Lagerräumen, aus Streusalz oder aus Abwasser. Ein häufiger Irrtum ist, dass eine Wand nach einer Horizontalsperre bald trocken sein muss — bleibt sie feucht, sind oft hygroskopische Salze der Grund. Deshalb gehört die Salzanalyse vor die Wahl des Putzes und nicht danach.
Typisch sind Sulfate, Nitrate und Chloride. Viele dieser Salze ziehen Feuchte aus der Raumluft an, sodass eine Wand auch nach einer erfolgreichen Horizontalsperre feucht wirken kann. Deshalb gehört eine Salzanalyse vor die Wahl von Putz und Sanierverfahren.
- Warum bleibt eine Wand trotz Trockenlegung feucht?
- Häufiger Grund sind bauschädliche Salze im Mauerwerk. Viele davon ziehen Feuchte aus der Raumluft an und halten die Wand feucht, obwohl kein Wasser mehr aufsteigt. Auch langsames Austrocknen dicker Wände spielt mit. Klarheit bringt eine Salzanalyse. San-Care dokumentiert in Wien und Niederösterreich das Raumklima nach Sanierungen und liefert so die Datengrundlage für die fachliche Bewertung.
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