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Glossar — Technik

Funkprotokoll

Die technische Vereinbarung, nach der Sensoren und Empfänger per Funk Daten austauschen, etwa LoRaWAN, WLAN, Zigbee oder Bluetooth.

Erklärt

Was hinter dem Begriff steckt.

Ein Funkprotokoll legt fest, auf welchen Frequenzen, wie oft, mit welcher Datenmenge und nach welchen Regeln Geräte per Funk miteinander sprechen. WLAN ist auf hohe Datenraten für Computer und Telefone ausgelegt, Bluetooth auf kurze Strecken zwischen nahen Geräten, Zigbee auf vernetzte Smart-Home-Geräte in einer Wohnung und LoRaWAN auf kleine Datenmengen über große Entfernungen bei sehr geringem Stromverbrauch.

Welches Protokoll ein Gerät nutzt, steht im Datenblatt. Für Feuchtemonitoring zählen drei Fragen: Kommt das Signal durch Wände und Decken bis zum Empfänger, wie lange hält die Batterie, und von welcher fremden Infrastruktur hängt das System ab. Ein Sensor, der nur über das WLAN einer Wohnung funkt, fällt aus, sobald der Router getauscht, das Passwort geändert oder der Vertrag gekündigt wird.

In österreichischen Bestandsgebäuden mit massiven Mauern und Kellern ist die Reichweite oft der Engpass. Ein typischer Irrtum ist, dass mehr Datenrate bessere Messungen bedeutet: Für Temperatur und Feuchte genügen wenige Bytes pro Messung. Die Messpunkte von San-Care funken über LoRaWAN mit einer Reichweite von über fünf Kilometern im freien Gelände.

Im Bestandsgebäude

Das Protokoll entscheidet über Reichweite, Stromverbrauch und Abhängigkeiten. Für Messpunkte, die jahrelang mit Batterie durch mehrere Wände funken sollen, eignen sich andere Protokolle als für Geräte, die an der Steckdose hängen.

Welches Funkprotokoll eignet sich für Sensoren im Altbau?
Für Sensoren im Altbau eignen sich Funkprotokolle mit großer Reichweite und geringem Stromverbrauch, weil die Signale durch dicke Mauern und Decken müssen und Batterien jahrelang halten sollen. LoRaWAN ist dafür ausgelegt, WLAN und Bluetooth eher für kurze Strecken mit Stromanschluss. San-Care nutzt in Bestandsgebäuden in Wien und Niederösterreich LoRaWAN, unabhängig vom WLAN der Bewohner.

Nächster Schritt

Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.

Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich