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Glossar — Bauphysik

Fugenluftwechsel

Der Luftaustausch, der ohne Zutun der Bewohner durch undichte Fenster- und Türfugen stattfindet.

Erklärt

Was hinter dem Begriff steckt.

Der Fugenluftwechsel ist der Luftaustausch, der ohne bewusstes Lüften durch Undichtheiten in Fenstern, Türen und Anschlussfugen stattfindet. Angetrieben wird er von Wind und vom Temperaturunterschied zwischen innen und außen. Bei alten Kasten- und Holzfenstern ist er beträchtlich, bei modernen Fenstern mit umlaufenden Dichtungen fällt er nahezu weg.

Messen lässt er sich direkt nur mit aufwendigen Verfahren. In der Praxis zeigt er sich indirekt: Steigt nach einem Fenstertausch die absolute Luftfeuchtigkeit bei gleicher Nutzung spürbar an und tritt an Außenecken oder Laibungen Kondensat auf, fehlt der frühere unkontrollierte Luftwechsel.

Im österreichischen Bestand ist das eine der häufigsten Ursachen für Schimmel nach einer Sanierung. Die Feuchteproduktion im Haushalt bleibt gleich, abgeführt wird aber weniger. Ein häufiger Irrtum ist, die dichten neuen Fenster selbst für den Fehler zu halten: Sie sind in Ordnung, nur muss der Luftwechsel nun bewusst über Stoßlüften oder eine Lüftungslösung hergestellt werden. San-Care macht diese Veränderung in Wien und Niederösterreich mit einer laufenden Messung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Taupunkt sichtbar.

Im Bestandsgebäude

Alte Kasten- und Holzfenster haben über diesen Weg laufend Feuchte aus der Wohnung abgeführt. Werden sie durch dichte Fenster ersetzt, fällt dieser Luftwechsel weg, während der Feuchteeintrag gleich bleibt — ein häufiger Grund für Schimmel nach dem Fenstertausch.

Was passiert, wenn der Luftaustausch über undichte Fenster wegfällt?
Alte Fenster führen über ihre Fugen laufend Feuchte ab. Nach dem Einbau dichter Fenster fehlt dieser Fugenluftwechsel, die Feuchteproduktion bleibt aber gleich. Die Luftfeuchtigkeit steigt, kalte Stellen erreichen eher den Taupunkt. Dann muss bewusst gelüftet werden. San-Care misst in Wien und Niederösterreich, wie sich das Raumklima nach einem Fenstertausch verändert.

Nächster Schritt

Ein Objekt. Drei Monate. Dann wissen Sie es.

Der Pilot ist absichtlich klein: zehn Messpunkte in einem Ihrer Objekte, drei Monate lang. Danach liegt ein Report auf dem Tisch — und Sie entscheiden mit Daten statt mit Gefühl.

Antwort
rasch und persönlich
Im Gerät
keine Kamera, kein Mikrofon
Bewohner
Zustimmung vorausgesetzt
Gebiet
Wien & Niederösterreich